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>> Aus unserer Geschichte

Die Gründungszeit

Der burschenschaftlich geprägte Dr. Emil Kirchner gründete bereits 1868 ein Technikum in Hildesheim, in dessen Hörerschaft neben anderen Verbindungen auch ein „Fechtverein der Maschinen- und Mühlenbauschüler Thuringia“ mit den Farben grün-weiß-blau und grünen Mützen existierte. Es folgten die Übersiedlung des Technikums nach Einbeck 1871 und dessen Spaltung 1874. Ein Teil siedelte nach Braunschweig über, während der andere Teil nach Langensalza (Thüringen) ging. Dort wurde die heutige Vereinigte Berliner Burschenschaft Thuringia am 19. Juni 1875 als "Akademischer Verein Thuringia" mit den Farben grün-weiß-blau gegründet. Der nach Braunschweig übergesiedelte Fechtverein stellt die heutige Braunschweiger B! Thuringia dar. Sie bezieht sich auf das Gründungsdatum des Fechtvereins und ist unsere „Schwesterburschenschaft“.

Thuringia kommt nach Berlin

Die Schließung des Technikums im Jahre 1882 hatte die Vertagung des akademischen Vereins Thuringia zur Folge. Von 47 Alten Herren waren damals zehn in Berlin ansässig. Am 30. November 1882 wurde Thuringia deshalb an der Königlich Technischen Hochschule Berlin (KTH Berlin, heute TU Berlin) als Verbindung angeschlagen. Seit 1883 durfte man – nun unter dem Namen „Freie Verbindung Thuringia“ – auch öffentlich Couleur tragen. Als das ältere Corps Saxonia Anspruch auf die Farben erhob, wurden diese in die noch heute getragenen Farben moosgrün – weiß- dunkelblau mit moosgrüner Mütze geändert.

Den Umzug der KTH von Berlin nach Charlottenburg im Jahre 1884 machte Thuringia geschlossen mit, verließ die KTH aber kurze Zeit später, um sich an der Friedrich-Wilhelm-Universität (heute HU Berlin) als Verbindung anzuschlagen. Einem Verbot wegen „illegaler“ Aufnahme von Studenten der KTH entging sie durch Vertagung. Ein Fortbestand der Verbindung war jedoch gewährleistet, allerdings unter dem Namen „Burschenschaft Tuiskonia“ mit den Farben grün-weiß-orange. Unter diesem Namen trat sie 1901 als probendes Mitglied dem Rüdesheimer Deputiertenkonvent bei. Als sich im Laufe der Jahre die Bestimmungen zur Mitgliedschaft liberalisierten, eröffnete sie 1903 unter den alten Farben als „Charlottenburger Burschenschaft Thuringia“ und bezog die erste eigene Konstante in der Bismarckstraße in Charlottenburg.

Von 99 Bundesbrüdern nahmen 76 am ersten Weltkrieg teil, von denen 13 im Felde blieben. Von den aus dem Krieg heimgekehrten Bundesbrüdern nahmen viele an den Kämpfen in Oberschlesien teil.

Nach dem ersten Weltkrieg

Im Jahre 1919 schlossen sich die „Deutsche Burschenschaft“, die „Burschenschaft der Ostmark“ und der „Rüdesheimer Verband Deutscher Burschenschafter“ zur „Deutschen Burschenschaft“ (DB) zusammen. Thuringia ist von Anfang an Mitglied des neuen Zusammenschlusses „Deutsche Burschenschaft“.

Mit der Münchener Burschenschaft Guelfia wurde am 28. April 1924 das Großdeutsche Kartell gegründet, welches in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem schwarz-weiß-roten Verband stand. Trotz Eingemeindung Charlottenburgs nach Berlin im Jahre 1920 und entsprechender Bestrebungen hieß die Verbindung weiterhin „Charlottenburger Burschenschaft Thuringia“ und nicht „Berliner Burschenschaft Thuringia“. Im Jahre 1930 bezog Thuringia das erste eigene Haus in der Sensburger Allee 3 in Berlin-Charlottenburg.

Am 18.10.1935, also mit der Selbstauflösung der DB und der Übernahme in den Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB), legten die Aktiven Band und Mütze nieder. Unser damaliger Bundesleiter (gleichzusetzen mit Sprecher) Werner Gebhardt brach noch in derselben Nacht mit acht anderen Bundesleitern in das Burschenschafterdenkmal ein, um unsere abgegebenen Fahnen sicherzustellen. Es erfolgte die Umbenennung des Bundesheims in Kameradschaftsheim, jedoch nur bis Ende 1936. Bis 1941 nannte man sich noch "Fechtclub Charlottenburg", jedoch ließen die Kriegsgeschehnisse keinerlei Aktivitäten mehr zu. Im Jahre 1943 versuchte Bundesbruder Werner Bräckow mit den ihm bekannten Bundesbrüdern Kontakt aufzunehmen, wobei größtenteils ein positives Echo erfolgte, aber die Kriegslage machte ein Treffen unmöglich. Während des 2. Weltkrieges verloren wir 18 Bundesbrüder.

Nach dem zweiten Weltkrieg

Nach dem Zusammenbruch und der Kriegsgefangenschaft waren es die Bundesbrüder Gebhardt und Haensler, die im Büro des Verbandsbruders Dr. Riccius (Berliner Burschenschaft Primislavia) die ersten Thüringertreffen organisierten. Am 6. August 1949 fand der erste Convent statt, an dem 15 Bundesbrüder teilnahmen, und man beschloß sich künftig „Berliner Burschenschaft Thuringia“ zu nennen. Haenslers Batteriechef Meerbach war der erste Fux nach dem Krieg. Beide waren an der Ausarbeitung der Verfassung der DB, welche sich 1950 in Marburg rekonstituierte, beteiligt. Aus dem „Großdeutschen Kartell“ und dem „Schwarz-weiß-roten Verband“ wurde nach dem Krieg der "Grenzlandring", in dem sich die Münchner Burschenschaft Guelfia, die Wiener Akademische Burschenschaft Alania, die Wiener Akademische Burschenschaft Gothia, die Akademische Burschenschaft Raetho-Germania Graz, die Burschenschaft Teutonia Hannover und die Berliner Burschenschaft Thuringia zu einem Kartell zusammenschlossen. 

Am 12. November 1955 trat der Altherren-Verband der Berliner Burschenschaft Marcomannia unserem Bund bei. Von 1966 bis 1971 war Thuringia Mitglied der Burschenschaftlichen Gemeinschaft. Der Austritt erfolgte, da Thuringia die Pflichtmensur abschaffte. Daraufhin traten die österreichischen Burschenschaften aus dem Grenzlandring aus.

Aufgrund personeller Schwäche mußte Thuringia 1985 ihre Vertagung gegenüber der DB erklären. Im Jahre 1992 trat die Burschenschaft Teutonia Hannover aus dem Grenzlandring aus, da sie die DB verließ. Als die Münchner Burschenschaft Guelfia 1994 ihre Aktivitas auflöste, hörte der Grenzlandring auf zu existieren. Am 16.6.1995 erfolgte die Vereinigung der Berliner Burschenschaft Thuringia und der Berliner Burschenschaft Primislavia zur "Vereinigten Berliner Burschenschaft Thuringia". Mit dieser Vereinigung führt die Berliner Burschenschaft Thuringia auch die Tradition der Czernowitzer Burschenschaft Teutonia fort.

Im Jahre 1999 hob die Aktivitas ihre Vertagung gegenüber dem Dachverband auf und ist seit dem Burschentag 2000 wieder voll stimmberechtigtes Mitglied in der Deutschen Burschenschaft. In den folgenden Jahren hatte sie lange Zeit erfolgreich den Vorsitz der örtlichen Burschenschaften (ÖB) in Berlin inne. Im März 2012 schloss sie sich der Initiative Burschenschaftliche Zukunft (IBZ) an. Die Vereinigte Berliner Burschenschaft Thuringia gehört damit zu den Gründungsmitgliedern der IBZ. Im Sommersemester 2013 trat die Vereinigte Berliner Burschenschaft Thuringia aus der Deutschen Burschenschaft aus.

 

 

 

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